Paula's Krankentagebuch
Hier finden Sie alle Bilder der Pfotenverletzung
Samstag, 6. März 2010
Wie verantwortungslos manche Menschen sein können, musste wir am späten Samstagnachmittag erfahren. Paula hat sich in einem Wasserloch im Wald den rechten Hinterlauf so aufgeschnitten, dass sämtliche Sehnen, Blutgefäße, Nerven und der Muskel des Laufs vollständig durchtrennt wurden. Der Grund war vermutlich eine weggeworfene und zerbrochene Glasflasche die unsichtbar im Wasser verborgen lag. Paula's Pfote wurde in einer mehr als dreistündigen Notoperation wieder hergestellt. Für die nächsten sechs bis acht Wochen wird sie einen Gips tragen müssen und danach ist Physiotherapie angesagt.
Sonntag, 7. März 2010
13 Uhr - Paula ist endlich wieder aus der Klinik zurück zu Hause. Die OP war komplizierter als zuvor gedacht. Der Muskel, die Sehnen und Blutgefäße wurden in ihren Schichten wieder zusammengefügt und vernäht. Leider konnte ein Nerv nicht operiert werden, er wurde aber so fixiert, dass er unter Umständen wieder von alleine zusammenwächst. Sollte dem nicht so sein, wird ein kleines Hautareal an der Seite der Pfote taub bleiben. Über Nacht war unsere Kleine auf der "Intensivstation" untergebracht, ihre Körpertemperatur war zwei Grad unter Normaltemperatur und sie musste mit Wärmelampen und -matten wieder "aufgeheizt" werden. Morgen ist der erste Verbandwechsel angesagt, mal schauen wie die Wunde aussieht.
7. März - Endlich wieder zu Hause
Montag, 8. März
Erster Verbandwechsel - Paula hat die letzte Nacht sehr unruhig verbracht, so richtig kommt sie mit ihrem Gipsbein noch nicht klar. Ich hoffe, dass sich das ändert - acht Wochen lang halte ich das Theater nachts nicht aus.
Die Wunde sieht den Umständen entsprechend gut aus, die Naht ist sehr gelungen, alles ist "dicht". Die Kleine scheint keine großen Schmerzen zu haben, sie lässt den Verbandwechsel geduldig über sich ergehen. Bilder sagen mehr als tausend Worte:
Erster Verbandwechsel - 8. März 2010
Donnerstag, 11. März 2010
Heute steht ein neuer Verbandwechsel an, mal schauen wie die Wunde aussieht. Am Nachmittag wird es neue Fotos von der Pfote geben.
16:45 Uhr: Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Die Wunde ist (bedingt dadurch, dass der Unfall im Wald in einem Tümpel passiert ist) völlig mit Keimen belastet und sehr stark entzündet. Paula musste in der Klinik bleiben und wurde sofot narkotisiert um operiert zu werden. Momentan warten wir noch auf den erlösenden Anruf des Tierarztes, es kann nicht mehr lange dauern.
Wir haben zwar Fotos von der Wunde gemacht, allerdings können wir diese nicht an dieser Stelle veröffentlichen. Wir haben schon viele klaffende Wunden in unserem Leben gesehen, aber beim Anblick dieser Wunde ist uns richtig schlecht geworden.
19:10 Uhr: Gerade kam der Anruf aus der Tierklinik. Es sieht nicht gut aus für unsere kleine Maus. Die Infektion hatte sich schon von den Zehen bis über das Sprunggelenk ausgebreitet, große Teile des umliegenden Gewebes waren bereits abgestorben. Auch die oberflächliche Beugesehne war nicht mehr zu retten. Der Chirurg hat die Sehne und große Teile des Gewebes entfernt und durch Entlastungsschnitte in der Haut erreichen können, dass er die Haut an der Pfote wieder zusammennähen konnte.
Die nächsten drei bis vier Tage sind entscheidend dafür, ob die Pfote gerettet werden kann oder ob sie als letzte Konsequenz, um eine Blutvergiftung zu verhindern, amputiert werden muss.
So langsam sind wir am Ende... Danke an alle die uns in dieser Zeit Trost, Rat und ein Ohr zum Reden schenken.
Freitag, 12. März 2010
08:30 Uhr: Paula hat die letzte Nacht in der Tierklinik verbracht. Gegen 10 Uhr wissen wir mehr. Hoffentlich kann sie heute wieder nach Hause. Das war jetzt schon die zweite Nacht ohne den Hund hier zu haben. Trotz der Gewissheit dass alles soweit gut verlaufen und die Kleine in guten Händen ist, eine Nacht auf der Couch vorm Fernseher und ohne nennenswerten Schlaf...
15:56 Uhr: Telefonat mit der Klinik: Paula geht es den Umständen entsprechend, sie hat die Nacht und vor allem die Narkose gut überstanden. Es wurden noch weitere Untersuchungen und Verbandwechsel durchgeführt, bisher sind die Ärzte mit dem Ergebnis zufrieden. Gegen 17:15 Uhr können wir die Puppy abholen.
18:24 Uhr: Paula ist wieder zu Hause. Die Ärzte haben uns wenig Optimismus mit auf den Weg gegeben... Jetzt heißt es abwarten... Die nächsten zwei bis drei Tage entscheiden über Erfolg oder Misserfolg der Therapie. Sicher ist nur eines: Die Wunde ist, bzw. war stark mit Bakterien infiziert. Am Montag kommen die Ergebnisse aus der Uni-Klinik Gießen, dann wissen wir welche Bakterien in der Wunde sind / waren und dann kann man gezielt dagegen vorgehen. Abwarten...
Samstag, 13. März 2010
12:00 Uhr: Erster Verbandwechsel nach der zweiten OP. Alles sieht noch gut aus, an der Pfote wurde viel Gewebe entfernt, die restliche Haut konnte wieder vernäht werden. Den ersten Tag haben wir überstanden. Jetzt noch 48 Stunden ohne neue Infektion überstehen und dann ist die Kleine über'n Berg.
16:45 Uhr: Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf und ihren tollen neuen Medikamenten hat sich Paula wieder hingelegt. Sie scheint verstanden zu haben, dass sie sich schonen muss. Das ist doch schon mal was...
Sonntag, 14. März 2010
So... den nächsten Verbandwechsel hat die Kleine auch hinter sich. Die Wunde sieht leider nicht so gut aus... Also gibt es keine Entwarnung. Die Wundränder der genähten Stellen scheinen wieder weich zu werden und sich aufzulösen. Hoffentlich bekommen wir morgen die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung aus der Uni-Klinik Gießen und können gezielt gegen die Infektion behandeln. Gute Nachricht: Es ist kein Eiter in der Wunde, vielleicht haben wir Glück gehabt... und die Entlastungsschnitte verheilen auch nach "Plan"... Abwarten...
Die Ärztin hat gesagt: "Fuß hoch...!" :-)) (14. März 2010)
Montag, 15. März 2010
09:56 Uhr: ALARM... Bei der morgentlichen Kontrolle des Verbandes habe ich festgestellt, dass die Wunde durch den Verband durchblutet... Also... Tierklinik angerufen, Hund ins Auto und mit Tempo zur Klinik. Dort kam sie sofort ran, Verband ab und nachgeschaut. Ergebnis: Es war zum Glück kein Blut, sondern "nur" viel Wundwasser. Die Wunde wurde gereinigt, desinfiziert und neu verbunden. Da kein Eiter in der Wunde war, scheint es auch (noch) keine neue Infektion in der Wunde zu geben. Die Uni-Klinik Gießen hat heute mitgeteilt, dass sich anaerobe Bakterien (Bakterien, die auch ohne Sauerstoff wachsen) in der Wunde befinden, der genaue Bakterienstamm konnte jedoch noch nicht bestimmt werden, dafür ist die Kultur noch nicht genug gereift. Das endgültige Ergebnis kommt vermutlich am Mittwoch. Also... Paula ist noch nicht über'n Berg... Es heißt mal wieder: Abwarten!
Dienstag, 16. März 2010
12:50 Uhr: Gerade zurück aus der Tierklinik. Die Wunde sieht nicht schlechter aus als gestern, in der Kürze der Zeit kann es natürlich auch keine Fortschritte geben. Wir sind schon sehr zufrieden, wenn es nicht schlimmer wird. Es tritt weiterhin klar-rotes Wundsekret aus, Eiter ist zum Glück nicht feststellbar. Die behandelnde Ärtzin hat einen Abstrich genommen und wird ihn heute noch auf Bakterien untersuchen. Morgen werden auch die Ergebnisse aus Gießen erwartet. Und es heißt: Abwarten! :-)
17:00 Uhr: Die Ärztin hat sich den Abstrich angesehen und weitere Anzeichen für eine Entzündung festgestellt und ein paar Bakterien waren auch unter dem Mikroskop zu erkennen. Letzendlich ist es das Ergebnis, was wir erwartet haben. Auf der einen Seite ist es natürlich nicht schön, auf der anderen Seite beruhigt es aber auch zu wissen, dass nicht noch mehr oder neue Bakterien in der Wunde sind. Paula bekommt weiterhin ihre Medikamente, sie scheint sich aber ansich etwas besser zu fühlen, sie ist nach der Schmerzmittelgabe nicht mehr so schlapp und tranig und sie ist tagsüber etwas aktiver als sonst. Vor ein paar Tagen mussten wir sie noch dazu animieren sich zu bewegen, heute müssen wir sie eher bremsen. Das beruhigt auch ein wenig. Sie ist eine Kämpferin. Morgen um 12 Uhr ist der nächste Kliniktermin, hoffentlich kennen wir dann das Ergebnis aus Gießen.
16. März - Damit haben wir momentan zu kämpfen. Im Gegensatz zum Zeitpunkt der zweiten Operation, sieht die Pfote heute fast perfekt aus... Zumindest auf diesem Bild, Nahaufnahmen können an dieser Stelle noch nicht veröffentlicht werden.
Mittwoch, 17. März 2010
Ich will nur vorsichtig optimistisch sein, aber es gibt endlich mal gute Nachrichten aus der Klinik!!! Die Wunde sieht besser aus als gestern, die Absonderung des Wundsekrets hat abgenommen und es ist immer noch kein Eiter in der Wunde. Ich glaube, wir haben den Gipfel des Berges erreicht. Wir stehen quasi am Scheitelpunkt des Gesundheits- / Krankheits-Berges und müssen noch etwas aufpassen, dass wir nicht wieder einen Schritt zurück gehen. Wenn alles gut geht und sich die Lage nicht verschlechtert, haben wir es geschafft. Morgen gibt es noch mal einen Verbandwechsel und dann wird entschieden, ob wir mal einen Tag aussetzen können, vor allem um Paula etwas zu entlasten. Ich würde mir so wünschen, dass ab jetzt wieder alles gut wird. Am Nachmittag werden die Ergebnisse aus Gießen erwartet, bis dahin heißt unsere Lieblingsbeschäftigung: ABWARTEN!!!
Und was sagt unser "Humpelstilzchen" dazu: "Gäääähhhhhhn, wo sind meine Leckerchen!?!" ;-)
Donnerstag, 18. März 2010
12:15 Uhr: Uiuiui... Hoffentlich ist bald 17:15 Uhr, dann fahren wir in die Klinik. Die Wunde nässt wieder relativ viel, es kommt langsam aber sicher durch den Verband durch... Hoffentlich ist alles in Ordnung mit Paula, ich werd' schon wieder ganz rappelig... :-((
18:25 Uhr: So... wieder zu Hause. Die gute Nachricht: Die Wunde sieht zur Freude aller Beteiligten so gut aus, dass der nächste Verbandwechsel erst am Samstag um 10 Uhr ist. Aber... es gibt immer noch keine endgültigen Ergebnisse aus Gießen, die Kultur wächst so langsam, dass es noch nicht möglich ist, die notwendigen Tests zu machen. Deshalb wird die Antibiose so weitergeführt wie bisher und wir müssen abwarten. Die Absonderung des Wundsekrets nimmt weiter ab, allerdings löst sich langsam aber sicher die Haut an den Nähten auf, so dass wir davon ausgehen können, dass die Naht früher oder später auf geht. Das ist aber nicht das größte Problem, wichtig ist, dass die Wunde mehr oder weniger keimfrei ist und die Pfote erhalten bleibt. Um das kosmetische kümmern wir uns ganz zum Schluss, vorher muss die Funktion der Pfote wieder hergestellt werden. Und daran arbeiten wir gerade. Wir sind also guter Dinge und machen das, was wir sonst auch tun würden: abwarten.
P.S.: Der Chirurg war sogar so euphorisch, dass er heute schon davon gesprochen hat, in gut 14 Tagen den Cast (Gipsverband) weg zu lassen, damit Luft an die Wunde kommt und sie austrocknen kann. Er geht davon aus, dass Paula dann in zwei Wochen den Lauf wieder so weit belasten kann, dass der Stützverband unnötig wird. Wollen wir es hoffen, nichts wünschen wir uns momentan mehr.
Freitag, 19. März 2010
Heute morgen geht es der kleinen Maus ziemlich gut, sie hat mal wieder "labradormäßigen" Appetit, nimmt wie jeden Morgen mit Freude ihre Antibiotika (na gut... mit Freude nimmt sie die Wurstscheiben, dass die Tabletten da drin eingewickelt sind, muss sie ja nicht unbedingt wissen ;-))) und sie ist rege an ihrer Umgebung beteiligt.
Nachdem ich mehrere Anfragen bezüglich der Fotos der Wunde bekommen habe, habe ich sie heute in die Galerie "Pfotenverletzung" eingepflegt. Ich möchte vorsichtshalber auch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Fotos weder appetitlich noch schön anzuschauen sind. Die "niedlichen" Bilder von Paula und ihrer Verletzung finden Sie in der Galerie "Bilder 2010"!
Der Verband ist noch trocken, es scheint wieder wenig oder überhaupt keine Sekretabsonderung zu geben, der nächste Verbandwechsel ist für Samstag angesetzt.
Samstag, 20. März 2010
Der erste Verbandwechsel nach der eintägigen Pause. Unsere Prognose von gestern war richtig: Der Verband ist trocken, es hat kaum Wundsekret gegeben. Wir sind erleichtert. Ansonsten scheint es tatsächlich bergauf zu gehen. Die Wunde sieht den Umständen entsprechend gut aus, keine Eiterbildung und die Wundränder der genähten Stellen scheinen noch stabil zu sein. Dass die Nähte aufgehen ist fast schon vorprogrammiert, aber das ist kein großes Problem, hauptsache die Wunde bleibt keimfrei.
Das Gießener Labor hat auch schon erste Ergebnisse verlauten lassen, die eingeschickte Probe ist mit Anaerobia (Fäulnisbakterien) infiziert. Allerdings wachsen diese so langsam, dass vorerst noch kein Resistenztest gemacht werden kann. Das bedeutet wiederum, dass Paula vorerst weiterhin die Breitbandantibiotika bekommt, eine gezielte Behandlung des vorliegenden Bakterienstammes ist noch nicht möglich. Allerdings scheint das momentan gegebene Antibiotika auch seine Wirkung zu tun, die Wunde ist ja weiterhin trocken und eiterfrei. Abwarten, ob es auch so bleibt. Wir sind vorsichtig optimistisch. Nächster Arztbesuch: Montag, 22. März.
Montag, 22. März 2010
So... auch den Tierarztbesuch haben wir hinter uns gebracht. Die Wunde sieht auch heute nicht schlechter aus als die letzten Male und es gibt auch noch keine Neuigkeiten aus Gießen. Aber: Heute konnten die ersten Fäden gezogen werden. Und zwar die, die den weniger tiefen Schnitt seit der ersten OP zusammenhielten. Ansonsten musste Paula die gleiche Prozedur wie jedes Mal über sich ergehen lassen: Alter Verband ab, Wunde oberflächlich säubern, Wunde in der Tiefe ausspülen, Jodsalbe, Kompressen, Gips und Deckverband drauf - fertig. Nächster Arztbesuch: Mittwoch, 24. März.
Mittwoch, 24. März 2010
Teile der Wunde heilen so langsam aber sicher. Laut Ärztin haben wir die Infektion in den Griff bekommen. Zwar haben wir immer noch keine genauen Ergebnisse aus Gießen, aber die momentane Antibiose scheint die Richtige zu sein. Der untere Teil der Wunde macht uns immer noch Sorgen, zwar sind die Nahtränder noch nicht so instabil, dass sich die OP-Wunde heute oder morgen wieder öffnet, aber so richtig heilen will die Stelle auch nicht. Der Fußballen der eingegipsten Pfote wird auch langsam zum Problem, durch die andauernde Feuchtigkeit unter dem Verband (durch Salbe, Schweiß, etc.) weicht der Ballen auf und könnte sich in den nächsten Tagen auch noch öffnen. Aber momentan können wir weder auf den Verband noch auf die Salbe unter dem Verband verzichten.
Morgen haben wir wieder einen Termin in der Klinik, dann mit allen behandelnden Ärzten und den Operateuren. Dann wird über die nähere Zukunft entschieden, eventuelle neue Therapiemaßnahmen, etc.. Wir werden sehen!
Donnerstag, 25. März 2010
Also... so sieht es heute aus: Wir haben gemeinsam mit dem Arzt entschieden, dass der Cast-Verband versuchsweise ab bleibt. Hintergrund ist der, dass die unter dem Cast liegende Wunde so feucht ist, dass sich das Gewebe nicht erneuert und das immer noch ziemlich große Loch in der Pfote weiterhin offen bleibt. Wenn der Cast dran geblieben wäre, würde das darunter liegende Gewebe immer nur feucht bleiben und vermutlich relativ schnell absterben. Erste Priorität ist nunmal die Wundheilung, allerdings müssen wir jetzt in Kauf nehmen, dass es sein kann, dass die Sehnennähte bei Belastung der Pfote wieder reißen könnten. Allerdings ist das nur das kleinere Übel im Gegensatz zu einer nicht verheilenden offenen Wunde. Die Wundversorgung wurde mittels Jodsalbe und Kreppverband sichergestellt. Der nächste Arzttermin ist am Samstag. Jetzt heißt es mal wieder: Abwarten!
Samstag, 27. März 2010
Die ersten 48 Stunden ohne Cast-Verband haben wir hinter uns. Heute morgen war wieder ein Verbandwechsel, die Wunde sieht ganz gut aus, die Wundränder sind stabil. Die Ärztin hat die Haut rund um die Wunde gesäubert, die Wunde versorgt und einen neuen Verband angelegt. Wir haben anscheinend die richtige Entscheidung bezüglich des Cast-Verbandes getroffen, Paula scheint keine Probleme ohne den Cast zu haben. Sie belastet das Bein nicht mehr oder weniger als die letzten Tage und von daher scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Neue Fotos von der Wunde gibt es hier.
Montag, 29. März 2010
Was soll ich schreiben... Es sieht nicht schlechter aus als Samstag, es ist eher besser geworden. Die aufgefrischten Stellen rund um die Wunde herum verheilen tatsächlich, die Wundränder sind weiterhin stabil, die Nähte halten noch, wenn die Kleine weiterhin in diesem Tempo Fortschritte macht, sieht es für die Pfote und eine nahezu vollständige Genesung relativ gut aus. Mehr als abwarten und alle 48 Stunden die Verbände wechseln können wir momentan nicht machen. Wir bleiben dran. Gut, dass wir die Kleine und uns nicht verfrüht aufgegeben haben.
Den nächsten Verbandwechsel machen wir selbst, Donnerstagabend haben wir einen weiteren Kontroll- und Verbandwechseltermin, dann ist auch der Chirurg wieder dabei.
Donnerstag, 1. April 2010
Kein Aprilscherz: Es wird besser. Der Chirurg ist hochzufrieden mit dem Heilungsverlauf der Wunde, man kann erkennen, dass sich das Gewebe langsam erholt und neues Gewebe aus der Tiefe nachwächst. Die zweitäglichen Verbandwechsel werden weiterhin zu Hause durchgeführt, den nächsten Arzttermin haben wir erst in einer Woche! Das ist eine ganz schön lange Zeit bis dahin... Ob uns dann die Mitarbeiter der Tierklinik noch erkennen werden???
Montag, 5. April 2010
Heute stand mal wieder Heimarbeit auf dem Plan: Do-it-yourself-Verbandwechsel... Die offenen Stellen am Pfotenballen sind wieder verheilt, im Großen und Ganzen scheint es recht gut voran zu gehen. Neue Fotos von der Wunde gibt es hier.
Donnerstag, 8. April 2010
Unseren heutigen Arztbesuch haben wir nun auch hinter uns. Der Tierarzt ist mit dem Heilungsverlauf der Wunden sehr zufrieden, allerdings zeigte sich heute auch, dass die Pfote von alleine nicht wieder komplett verheilen wird. Dazu sind die "Löcher" einfach zu groß und das Gewebe zu sehr geschädigt. Deshalb wird Paula in zwei Wochen noch mal operiert werden müssen, dann wird Haut von einer gesunden Stelle der Pfote auf die zerstörten Gewebestellen transplantiert und wir hoffen, dass es damit dann vorerst erledigt ist. Warum vorerst? Die Ärzte sind sich auch heute noch nicht sicher, ob die Funktion der Pfote wieder ohne Einschränkungen hergestellt ist, bzw. ob die Sehnennähte nicht doch noch reißen. Sollte es der Fall sein, dass Paula dann ein viertes Mal operiert werden muss, dann wird das sicherlich nicht vor Herbst stattfinden. Vorher muss sich die Kleine erst von den Strapazen der letzten Wochen erholen. Und wir uns auch.
Verbandwechsel findet weiterhin alle zwei Tage statt, die Antibiose wird auch noch 10 Tage weitergeführt, Paula hat dann somit die Maximalzeit von 6 Wochen unter Antibiotika ausgereizt. Aber es hat gewirkt. Und das ist die Hauptsache. So wie es momentan aussieht, wird Paula wieder nahezu vollständig gesund. Vielleicht bleiben kleinere Bewegungseinschränkungen zurück, aber das sieht man erst in ferner Zukunft. Bis dahin gilt es abzuwarten.
Donnerstag, 22. April 2010
Lange Zeit gab es keine nennenswerte Verbesserung des Zustandes unserer kleinen Prinzessin. Aber jetzt.... ;-) Wir freuen uns so unheimlich, dass ich fast keine Worte finde.... Also.... Paula wird zu 95% nicht noch ein drittes Mal operiert werden müssen. Ist das nicht der Hammer schlechthin??? Die Wunde ist in den letzten Tagen so gut verheilt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass kommenden Donnerstag der Verband komplett weg bleiben kann und sie dann nur noch für die Spaziergänge einen Neoprenschuh überziehen muss. Der Tierarzt traute beim gestrigen Besuch seinen Augen kaum als er die Wunde sah, er selbst ist von den Fortschritten total begeistert. Das Antibiotikum wurde bereits letzten Samstag abgesetzt, bisher scheint alles gut zu verlaufen. Sollten wir echt mal Glück gehabt haben und es wendet sich jetzt doch noch alles zum Guten?
Sollten wir den Verband wirklich in der kommenden Woche weglassen können, dann dürfen wir schon wieder die eine oder andere kleine Runde mit ihr spazieren gehen. Vielleicht findet dann der Sommer doch nicht ohne Paula statt? Das wäre ihr zu wünschen.
Trotz voller Euphorie wollen wir die etwas schlechteren Seiten der Medaille nicht vernachlässigen, der Pfotenballen hat sich durch die Nichtbeanspruchung und die Feuchtigkeit unter dem Verband zurückgebildet, bzw. er ist an einigen Stellen aufgelöst. Bis er die ursprüngliche Konsistenz erreicht hat, wird es noch ein langer Weg sein. Vorallem weil es sein kann, dass er sich noch zumindest in Teilen ablöst, weil auch der Ballen von der Infektion betroffen war. Aber das schaffen wir auch noch. Weiterhin steht auch noch im Raum, dass Paula dann zum Winter hin wieder operiert wird, wir wissen ja noch nicht, inwieweit die Sehnen wieder kaputt sind, bzw. ob die Bewegungsfähigkeit der Zehen wieder hergestellt wurde. Bei dieser OP würden ihr dann künstliche Bänder und Sehnen eingesetzt werden, allerdings nur, wenn sie mit dem bisherigen Heilungsverlauf nicht vernünftig laufen können würde. Aber das ist noch in weiter Ferne, wir werden es sehen. Heute freuen wir uns erstmal über die Fortschritte, die sie bis heute gemacht hat.
Sonntag, 25. April 2010
Heute stand der nächste Verbandwechsel auf dem Plan. Wir sind echt begeistert von den Fortschritten die die Heilung der Pfote macht. So wie es heute aussieht, wird der Verband ab Donnerstag ab bleiben können. Aus diesem Grunde waren wir vorsichtshalber am Samstag schon mal im Zooladen shoppen und haben Neoprenschuhe gekaufte. Diese, bzw. einen davon, wird sie dann anstelle des Verbands draußen tragen. So kann die Wunde zu Hause schön trocknen und weiter heilen und draußen ist sie weiterhin gut geschützt. Wenn das wirklich alles so eintrifft, dann haben wir Glück im Unglück gehabt, die dritte OP ist dann passé und wir können positiv in die Zukunft blicken.
Donnerstag, 29. April 2010
Also... der Verband ist ab. Endlich. Die Wunde ist zwar noch nicht komplett verheilt, aber wenn jetzt ausreichend Luft dran kommt, dann wird sie in den nächsten Tagen auch noch zu wachsen. Sie hat ja gutes Heilfleisch. Der Pfotenballen sieht allerdings nicht wirklich gut aus, bedingt durch die andauernde Feuchtigkeit unter dem Verband ist er völlig aufgeweicht, die schwarze Hornschicht hat sich vollständig abgelöst und man kann den darunter liegenden Fettkörper sehen. Das ist aber laut Aussage des Tierarztes nicht ganz so schlimm wie es aussieht, der Ballen wird auch ohne Eingriff wieder vollständig ausheilen und dann hätten wir es eigentlich geschlafft.
Paula läuft ganz gut auf der kranken Pfote, es ist für sie noch etwas ungewohnt so völlig ohne Verband zu laufen, manchmal stakst sie rum wie der sprichwörtliche "Storch im Salat". Draußen trägt sie jetzt einen Neoprenschuh, im Haus läuft sie "nackt" rum.
Am Wochenende wird es wieder neue Fotos und News von der Kleinen geben.
Mittwoch, 05. Mai 2010
Es ist mal wieder soweit: ALARM... Paula belastet die Pfote seit gestern überhaupt nicht mehr und scheint Schmerzen zu haben. Bei der morgentlichen Wundkontrolle haben wir Eiter und vermehrt auftretendes Wundsekret festgestellt. Deshalb folgte auch um kurz nach acht Uhr heute morgen der Griff zum Telefon, die Nummer der Tierklinik hat ja mittlerweile eine eigene Kurzwahltaste, und schwupps hatten wir für 11.15 Uhr einen Termin.
Es sind also tatsächlich wieder Bakterien in der Wunde zu finden, das belegt zumindest ein vorläufiger Abstrich. Für genauere Untersuchungen werden die Proben wieder eingeschickt. Die behandelnde Ärztnin hat die Wunde wieder aufgeschabt um einen eventuellen Infektionsherd zu lokalisieren. Mit einer Kanüle wurde Wundsekret abgelassen und die Wunde erneut versorgt. Jetzt trägt die Kleine wieder einen Verband.
Die vorläufige Diagnose sieht also so aus, dass die Entzündung eine Reaktion auf die eingesetzten Sehnennähte, bzw. auf eben dieses Nahtmaterial sein könnte. Ganz genau kann man das aber noch nicht sagen, die genaue Diagnose hängt vom weiteren Verlauf der Entzündung ab. Paula bekommt nun auch wieder Antibiotika, am Freitag ist der nächste Arzttermin. Dann werden wir sehen ob sich etwas, in welche Richtung auch immer, verändert hat. Wenn wir es so nicht in den Griff kriegen, muss Paula doch wieder operiert werden. Bei dieser Op würde dann das gesamte Nahtmaterial herausprepariert werden müssen, was wiederum eine verminderte Stabilität der Pfote bedeuten würde.
Und somit kommen wir wieder zu unserer Lieblingsbeschäftigung: ABWARTEN!
Freitag, 07. Mai 2010
Entwarnung... zum Glück. Das Antibiotikum hat angeschlagen, es ist kein Eiter mehr in der Wunde. Wundsekret ist ebenfalls keines mehr zu finden. Die Wunde sieht den Umständen entsprechend gut aus, die am Mittwoch angeschabten Wundränder sind sauber, die Wunde sieht frisch und "gesund" aus. Der Verband soll erstmal ab bleiben, es muss Luft an die Wunde kommen. Der nächste Arzttermin ist kommenden Freitag, bis dahin gibt es morgens und abends ein Stück Wurst mit Tablette... ;-) Vielleicht geht ja doch noch alles gut!
Samstag, 12. Juni 2010
Wir kriegen es einfach nicht in den Griff. Aber besser der Reihe nach:
Nachdem die letzten Antibiotika aufgebraucht waren, ging es zwei Tage gut und danach wollte Paula vor Schmerzen nicht mehr auf der Pfote laufen und es sammelte sich wieder Wundflüssigkeit in der mittlerweile geschlossenen Wunde an der Hinterseite der Pfote an. Der Ballen ist allerdings bis heute noch nicht geschlossen. Also haben wir wieder eine vierzehntägige Antibiose begonnen, nach zwei Tagen war wieder alles prima, die Wunde verheilte von Tag zu Tag zusehens, Paula belastete die Pfote, alles schien gut zu sein. Aber auch diese zwei Wochen gingen in den letzten Tagen vorbei, Dienstag gaben wir ihr die letzten Tabletten. Und sage zwei Tage später ging das Spiel von vorne los. Die Pfote wurde nicht mehr belastet, Wundsekret bildete sich, Paula wurde sehr schmerzempfindlich. Also: Tierklinik. Fazit: Die nächsten vier Wochen wird die Antibiose weitergeführt, im Anschluss daran wird die Kleine ein drittes Mal operiert. Die Ärtze hoffen, dass sich in den kommenden vier Wochen wieder so viel gesundes Fleisch bildet, dass sie eine gute Grundlage zum operieren haben und vor allem die Wunde auch wieder mit Nähten verschließen können, sollte das nicht der Fall sein, geht die Geschichte wieder von vorne los, mit offener Wunde, täglichen Verbandwechseln und so weiter. Wir kriegen es einfach nicht in den Griff.
Aber woran liegt's? Es sieht so aus, das zeigt zumindest die Laboruntersuchung des gestern abgenommenen Wundsekrets, dass keine Bakterien mehr in der Wunde zu finden sind, allerdings Entzündungszellen diagnostiziert wurden. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass Paula's Körper das Nahtmaterial abstößt, dass zur Verbindung der zertrennten Sehnen und Muskeln verwendet wurde. Sollte sie wirklich in vier Wochen operiert werden, wird dieses Nahtmaterial herauspräpariert und wir müssen abwarten wie es weitergeht.
Sonntag, 11. Juli 2010
Am vergangen Freitag waren wir wieder einmal beim Tierarzt. Die Wunde sieht eigentlich von Tag zu Tag besser aus, trotzdem ist Paula immer noch ziemlich schmerzempfindlich. Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass wir nochmals vier Wochen Antibiotika geben und eine eventuelle Operation weiter nach hinten verschoben wird. Eigentlich sollte diese Woche ja das ganze Fremdmaterial (Nahtmaterial, etc.) aus der Pfote entfernt werden, da die dauernden Entzündungen vermutlich daher kamen. Aber da sich die Pfote immer noch nicht so gut erholt hat, dass man eine erneute OP wagen könnte und bedingt durch das sehr warme Wetter, wollten wir Paula eine erneute OP ersparen. Und wenn wirklich alles gut geht und Paula die Antibiose weiterhin gut verträgt und die Schmerzempfindlichkeit nachlässt, bzw. komplett weg ist, dann wird die Kleine überhaupt nicht mehr operiert werden müssen. Aber dazu müssen wir erst die kommenden vier Wochen abwarten.
Dienstag, 17. August 2010
Wir haben es geschafft!!! Paula ist seit mehr als einer Woche ohne Antibiotika, die Pfote ist geschlossen, keine Entzündung mehr feststellbar, Paula läuft auf allen vier Pfoten, sie humpelt zwar ab und zu noch, aber: SIE LÄUFT... um es mit einer alten Autowerbung zu schreiben: "Sie läuft und läuft und läuft...!"
Der nächste reguläre Tierarzttermin ist am 30. August, hoffentlich wirklich nur zum impfen und zur Wurmkur. Denn die mussten wir bis heute hinauszögern, unter Antibiose macht impfen keinen Sinn.
Danke an alle die die Daumen gedrückt, uns Hoffnung gemacht und uns beigestanden haben. Ich hoffe, dass wir so etwas nie wieder erleben müssen, das waren die schlimmsten 165 Tage unseres Lebens. Und bevor wir es vergessen: Vielen, vielen Dank an das Team der Tierklinik Recklinghausen, insbesondere den behandelnden Ärzten und dem ganzen Helferteam. DANKE!
Sonntag, 7. August 2011
Nun ist Paula's Unfall knapp anderthalb Jahre her und die Kleine hat sich seit dem letzten Eintrag auf ihrer Homepage weiterhin stetig erholt.
Vorgestern waren wir wieder einmal beim Tierarzt, diesmal aber nur zum Krallenschneiden und zur Impfung. Da sich die Krallen an der verletzten Pfote bedingt durch die leichte Fehlstellung der Zehen nicht mehr selbständig abnutzen können, fahren wir etwa alle zehn Wochen zum Krallenschneiden zur Tierärztin. So kann sie sich auch immer ein aktuelles Bild von Paula's Heilungsprozess machen. Und außerdem wäre es so ganz ohne Tierarztbesuch auch langweilig...:-)))
Hier ist der "Beweis", dass die Kleine wieder rennen kann
